Rückblickend sehen wir die Dinge oft in einem anderen Licht …

Wenn ich auf über 35 Jahre Berufsleben zurückblicke, erkenne ich, dass mein Weg und meine Interessen immer „um den Menschen“ gekreist sind: Ich wollte immer schon für und mit Menschen zusammenarbeiten und lehren.

Nach einem Studium der Textiltechnik ging ich in den Einzelhandel und war für einige Jahre erfolgreich im Bereich Herrenbekleidung als Abteilungsleiter und als stellvertretender Geschäftsführer tätig. Rückblickend erkenne ich heute, dass meine krankheitsbedingten Ausfalltage damals drastisch anstiegen und dass es für mich ein Geschenk war, als man mir als einer der jüngsten Führungskräfte im Unternehmen anbot gegen Abfindung das Unternehmen zu verlassen, als sich das Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befand. Damals wusste ich nicht, dass das für mich gut sein sollte und war erst eine zeitlang hoffnungslos und niedergeschlagen.

So begann meine Reifezeit.

 

Ich begann meine tiefer liegenden Talente zu entdecken und ihnen zu vertrauen. Dieser Weg führte mich auf die Theaterbühnen Deutschlands. Über viele Jahre hinweg war ich hauptberuflich in verschiedensten Produktionen als Darsteller tätig: vom Tanztheater über Musical bis hin zum Schauspiel. 

Trotz der Erfolge im Außen, war ich in meinem Innern nicht zu Hause.

Als mich ein paar Kollegen vor 20 Jahren zum Yoga einluden öffnete sich eine bisher verschlossene Tür in mir. Im Yogaunterricht entstand ein ganz neuer innerer Dialog. Ganz andere Werte kamen in den Vordergrund. Während mein bisheriges erfolgreiches Leben von Konkurrenz und Leistung und von Kritik und Selbstzweifel geprägt waren, so erlebte ich nun immer öfter Momente der Zufriedenheit, des Einklanges und der Anerkennung.  Es war jenseits des Verstandes was ich da erfuhr. Ich hatte das Gefühl "nach Hause zu kommen". 

 

Diese Erkenntnisse bewogen mich eine Ausbildung zum Yogalehrer zu machen. Ich wollte mehr wissen und mehr erfahren. Die beste Entscheidung meines Lebens! In meiner Tätigkeit als Yogalehrer vereinen sich auf magische Weise die Dinge, die ich schon in jungen Jahren gemocht und für wichtig erachtet hatte: mit Menschen arbeiten, für Menschen arbeiten und Lehren.

Hinzugekommen sind Aspekte wie: ehrlich sein mit sich selber, Verantwortung für sich selber übernehmen und weitermachen wenn’s grad mal schwierig ist. Obwohl ich mehr arbeite als damals, als meine krankheitsbedingten Ausfalltage als Führungskraft im Einzelhandel so hoch waren, bin ich gefühlt "nie krank" ...

Ich hatte am Anfang gar keine Ahnung, dass Yoga in alle Bereiche des Lebens vordringt und dann in diesen Bereichen eine heilsame Transformation bewirkt. Meine Schüler lebten und leben es mir vor. Meine Schüler waren es, die begriffen, dass die Inhalte einer Yogastunde, dass die Yoga-Philosophie jenseits der Yogamatte, jenseits von Körperhaltungen dringend gebraucht werden. Sie baten mich in ihren Betrieb, in ihre Firma zu kommen und dort Vorträge zu halten oder kombinierte Angebote von Praxis und Theorie anzubieten.

In der Medizin kennen wir die psychosomatischen Erkrankungen, deren Fallzahlen seit Jahren steil in die Höhe steigen: Die Ideen und Vorschläge der alten Yoga-Philosphie Körper, Geist und Seele als Ganzes zu sehen und zum Wohle des Menschen ganzheitlich zu trainieren nützen am Ende nicht dann nicht nur dem Einzelnen, sondern auch dem Team, der Abteilung, der Firma, der Gesellschaft.

Mich erfüllt es mit großer Dankbarkeit, wenn ich gebeten werde meine Erfahrungen weiterzugeben. Ich mache das mit der selben Freude und Leidenschaft wie damals, als ich meinen Weg begann, aber nun mit mehr Achtung vor der Aufgabe: der Mensch, seine Gesundheit und Würde.

Ich freue mich darauf Ihnen zu begegnen und Sie auf Ihrem Weg menschlich, gesund und würdevoll im privaten oder betrieblichen Kontext zu begleiten.

"Erst wenn der Mensch im Innern klar und gesund ist, kann er im Außen auch klar und gesund agieren."